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Book by Alexander Klose Das Container-Prinzip is out

Alexander Klose's new book looks suuuper interesting and i wonder when i get a few days off to study the 320 pages in detail!

Dieses Buch ist überfällig und notwendig. Es entziffert unsere Kultur des 21. Jahrhunderts, eine Container- Kultur , deren Prinzipien unser alltägliches Schicksal bestimmen. (Joseph Vogl)

the book is based on Klose's dissertation. in 2005 fabio gramazio represented etoy in a conference organized by klose and volksbuehne berlin because i could not attend (still regret that so much).

get the book here for 20 euro

an english translation hopefully follows

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The diluted canon?

In a smart article in today's NZZ Joachim Güntner writes about the impact of digital content on publishing, the end of authoritative selection and the lost need for transcription across media. The canon, the idea of consistency in a literary tradition, loses its grip on our worlds of thought as no authority selects fit and unfit content. This is good news, of course. It implies freedom of thought, individual expression, democratization of content and many other things we cherish about the Internet. The downside is that nobody can actually inherit a tradition, and the recognized link to a tradition used to guarantee impact!

A few questions for etoy's work:
MISSION ETERNITY is explicity about creating a tradition. What are our chances of success (impact) in a pluralistic, multi-lingual, media madness?
Traditions are either bound to authority or built on collectively established quality measures. Discounting the former, how can we achieve the latter? Two simple answers come to mind: First, it takes time. Second, our aesthetic vision, the depth that extends beyond the mere structures we build, and our collective creativity might just break through. It's going to be more hard work.

Hence another link: The current issue of Harvard Business Review features a great article on collective creativity at Pixar. For those of us who've worked with etoy for a while we'll recognize striking similarities. No, not market penetration. In fact, the process of arriving at creative solutions in a team is extremely similar: the open conversations, the adviser boards, the stupid questions, the downplay of ego, and the intense listening by people who have extensive experience but know well that reinventing oneself for every new work takes immense risks.
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Doing business in China

etoy invited advisors and agents to discuss the current China strategy. By invitation of the National Art Museum of China (NAMOC) MISSION ETERNITY is scheduled to present the SARCOPHAGUS during June in Beijing. Some agents harbor reservations about many political and social policies of the current Chinese government: a discussion about the T-words was overdue!

Smart insiders including political scientist and philosopher Dr. Ralph Weber from the University of St.Gallen briefed etoy about the current political system, its diversity and specific risk factors. A researcher of Chinese origin from ETH Zurich and a Swiss PHD student who worked for a year in Beijing offered anecdotes and insights into the Chinese education system and popular views including the widely-held conviction that of all things Western, political advice may be worth less than nothing.

Markus Nuessli (long time etoy friend, gallerist, night club owner and Asia expert who spent several years of his life in China / Japan and holds a master in japanology) completed the round of China-insiders.

Aside political risks and taboos, we discussed how to present MISSION ETERNITY project details to an expected visitor count of over 25,000 a day. What are the key questions to ask from the audience? What are the thoughts, in a culturally very different reference system, that sync an audience with the mindset of etoy.AGENTS? Where can we be understood and where do we risk to confuse (like we never confuse our audience)?

Dr. Maja Petrović-Šteger (a Research Fellow at Peterhouse college, and member of the Department of Social Anthropology at the University of Cambridge) contributed knowledge and advise as mortal remains expert. Ideas to integrate and reflect local burial ceremonies are on the way!

Inhouse council and lawyer etoy.KUBLI contributed his delicious and politically correct BAERLAUCH-PESTO to avoid further tomato import from spain.

We invite everybody to express their personal impression/position and feedback in the comment section of this post.
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tief drinnen angekommen im kunst system

SUBJECT: eine neue phase fuer etoy: der virus ist def. tief drinnen angekommen im kunst system

INFO: jeder agent, welcher die meta values von etoy verstehen und mitgestalten will sollte sich an dieser diskusion beteiligen. allerdings nicht in form von emails (overkill) sondern hier im blog.

thank you for helping us grow
zai



wir stehen an einem wendepunkt den wir smart handhaben muessen.

mit shows wie VIDA/TELEFONICA ARCO, National Art Museum of China und manifesta sind wir auf dem weg in sehr arrivierte und damit teilweise auch fragwuerdige gefielde der kunst welt.

ich bin ehrlich gesagt nicht scharf darauf als pseudo-rebel alt zu werden. das habe ich immer gestatet und aus diesem grund haben sich auch krasse differenzen mit dem "boesen hans" als unueberbrueckbar erwiesen. billig-provokation, opfer-kuenstler und teenage rebellion sind nicht gut fuer ueber 30 jaehrige kuenstler.

smart, risky und kantig muss gute kunst jedoch sein sonst verkommt sie zur dekoration!


habe mir fuer die naechste phase folgendes ueberlegt:

wir muessen wieder mehr kommunizieren. dh content / statements bloggen sowie ab und zu massmailen... nicht nur termine/erfolgsmeldungen raushauen und einladungen versenden (die kann man immer noch reinmixen... aber unsere emails und posts sollten nicht blos pr fuer events, museen und sponsoren sein!)


dh konkret fuer die ARCO: bloggen vor ort und mass mailen (zb am donnerstag 14.2.2008)
direkte infos vom schlachtfeld des kunst- und geld-wahnsinns. anstatt nette einladungen zum besuch des schoenen etoy sarkophagus sollten die leute mitkriegen, dass wir hier nicht einfach brav das game mitmachen.

-> wir muessen die arcokontroverse gegen aussen kommunizieren. und zwar twisted.

zb anknuepfend an den (gescheiterten aber doch identitaetsstiftenden!) art market invasions versuch von 2004 (industry analysis).

etwa so: nachdem es 2004 nicht geklappt hat die galleristen dazu zu bringen ihre kunst gegen aktien zu tauschen (die nehmen ja nur simples geld!) und so den art market hype ein bisschen zu twisten bzw zu hinterfagen, started etoy.CORPORATION 4 jahre danach einen neuen angriff auf den kunstmarkt.

man koennte es gleich auch mit einem hint auf das buch HYPE! kunst und geld verbinden, welches mich zur zeit beschaeftigt. ich weiss echt nicht ob ich teil dieser maschine werden moechte oder wir mit etoy doch lieber einen neuen markt kreieren muessen ...auch wenn das an wahnsinn grenzt ;-) und armut bzw massive schulden (wie wir sie zur zeit haben) keine option ist.

das buch jedenfalls schafft kontext den wir hier brauchen (in meinen augen ohne cheap zu sein). wir muessen selber auch keine billigen moralischen statments abgeben. sondern den fact, dass dieser markt ultra korrupt, gierig und hype orientiert ist fuer sich sprechen lassen... und mit unseren shares indirekt kommentieren. wenn die leute dabei verunsichert sind weil sie merken, dass wir unsere shares viel ernster nehmen als sie es tun ist das SEHR GUT! denn dann beginnen sie zu verstehen was wir eigentlich machen.

ich glaube auf jeden fall, dass es wichtig ist jetzt nicht allzu soft zu werden oder schleimig einzufahren indem wir dem markt das geben was er will: etoy darf nicht in gefahr geraten sich anzubiedern nun wo wir den vida preis gewonnen haben und offiziell in die arco messe reingeraten. das gleiche problem zeigt sich auch wenn wir nach china gehen (immerhin eine ultra kapitalistische pseudo kommunismus diktatur in der leute ihrer rechte beraubt und hingerichtet werden) oder wenn wir irgendwann doch wieder mit einer gallery kooperieren: etoy muss sehr offensiv und twisted kommuniziert werden... nicht dass wir uns ploetzlich dem verdacht auf ausverkauf der "alten etoy werte" aussetzen. wenn ultra-linke-traeumer oder ehwige noergler sowas sagen ist das nicht so schlimm - das war schon immer so bei etoy.

aber die smarten leute (links und in der mitte/oben/unten) muessen sehen, dass wir versuchen diese sklavenkunst zu durchbrechen indem wir gescheite attacken (wie zb die etoy.SHARES) fahren und nicht einfach nur den simplen weg der lustigen objekte und abbildenden pointen gehen wie hirst, catalan, koons und co.

ja. einfache pointen, das lieben die leute im markt zur zeit. aber es gibt genug anspruchsvolle menschen die ein bisschen mehr twist brauchen - da wette ich meinen arsch drauf.

wenn diese leute unsere haltung allerdings nicht mitbekommen oder die bewusste konfrontation mit den values solcher shows (arco, china etc) nicht mitschneiden wird es schwierig fuer uns. dann fallen wir zwischen stuhl und bank. von weit weg kann es schnell so aussehen: aha jetzt ist etoy auch an der messe, in china etc... und spielt das langweilige kunstgame mit das sie frueher so frech aus dem netz reflektiert haben.

das alles schliesst ein bisschen mehr "kostendeckung" nicht aus. im gegenteil. es gibt wohl eher investoren die das was wir seit jahren machen wichtig finden und ein gegen-gewicht supporten wollen... als dass wir ploetzlich die grossen collectors und iwan wirth in unserem tank haben (und wollen wir das ueberhaupt?!) das ist doch anyway ein ganz anderer schlag mensch. ich fuehle mich jedenfals wohler mit visionaeren wie joi ito, magda von postmasters oder thomas tuemena von hugo film. auch sie sind erfolgreich aber nicht ganz so gierig und schleimig wie mancher kunstgigant. ich habe keine lust den rest meines lebens an high society parties herumzuhaengen und die sadomasochistischen gelueste der reichsten der reichen zu befriedigen.

wir brauchen keine flick-collection um zu ueberleben (und die schulden abzuzahlen) sondern die zukunft der kunst muss mitbestimmt werden. saatchi & co verkoerpern aus meiner sicht die gier der vergangenen jahre (welche vermutlich ihren zenit bereits am ueberschreiten ist)... all die goldenen fallschirme und wertschoepfungsketten die man am himmel sieht nerven nicht nur meinen vater.

gute kunst kann und muss visionen aufbauen und nicht nur brav mitspielen in der hirnlosen profitmaximierungs chilbi. ansonsten werde ich lieber wieder telefonsex-lsd-ufo-tycoon (wie zu HIRN-lein zeiten) oder baue eine kleiderbuegelfabrik in asien auf: und werde RICHTIG RICHTIG reich (und kaufe den schaedel von hirst um ihn ins all zu schiessen wo er dann verglueht wie leary's erste aschen-portion).

stefan: koennen wir morgen mal darueber reden wie wir das umsetzen koennen (nein nicht die kleiderbueglfabrik in asien)? ich rede von der kommunikationsstrategie der naechsten monate. muss ja nicht grad alles auf einmal sein ;-)

step by step. zuviel verkraften die menschen ja anyway nicht in einer portion (dann liest kein schwein unsere posts... so wie vielleicht diesen.. ich stelle ihn gleich mal auf public um zu sehen was das heisst).

your ceo
zai
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